GEMEINSAM. ZUKUNFT. BILDEN.
"Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern"
Nelson Mandela
Bongiwe
Ihre Geschichte
Der Verein
Bildung meets Südafrika e.V.
zahlte von 2017 - 2023 für Bongiwe eine jährliche Schulgebühr in Höhe von circa 500 Euro, damit sie die
"Dinwiddie High School"
besuchen konnte.
Von 2024 - 2025 studierte Bongiwe an der University of Pretoria, wofür jährlich circa 2.500 Euro gezahlt wurden.
Bongiwe ist 20 Jahre alt und erwarb 2023 ihren Schulabschluss an der „Dinwiddie High School“. Sie hat noch einen Zwillingsbruder namens S’bongiseni und eine ältere Schwester, wobei ihr Bruder ebenfalls von Bildung meets Südafrika e.V. unterstützt wurde.
Bongiwe ist ein Waisenkind, gemeinsam mit ihren Geschwistern wächst sie im Haushalt von ihrem Onkel auf. Der tägliche Weg zur Schule ist beschwerlich, da sie jeden Tag einen weiten Weg zur Schule zurücklegen muss. Ihr Onkel geht keiner Arbeit nach, weshalb das Einkommen der Familie sehr gering ist. Seit einiger Zeit kann der Onkel die Schulgebühren für Bongiwe nicht mehr aufbringen, weshalb sie der Schule verwiesen wurde. Erst durch die Zahlung der komplett ausstehenden Schulgebühren konnte Bongiwe zurück in ihren alten Klassenverband kehren.
Bongiwe ist sehr sportlich. In ihrer Freizeit spielt sie Fußball, Netball und Tennis. Darüber hinaus interessiert sie sich sehr für Musik, Malen und Tanzen. 2022 wurde sie an ihrer Schule zur Schulsprecherin gewählt.
Während ihrer Schulzeit war es ihr Wunsch Ärztin zu werden, um kranken Menschen zu helfen und um denjenigen Menschen etwas zurückzugeben, welche ihr in der Not geholfen haben. 2024 begann Bongiwe dann jedoch ein Studium im Fach „Ingenieurwesen in der Metallurgietechnik“ an der University of Pretoria. Sie hatte sich bei fünf verschiedenen Universitäten beworben und wurde von allen angenommen. Ursprünglich bevorzugte sie die University of Stellenbosch, doch der Umzug dorthin wäre finanziell nicht möglich gewesen, und ein Platz im Wohnheim stand ihr dort nicht zur Verfügung. Deshalb entschied sie sich für die University of Pretoria, wo sie neben der Zusage für den Studienplatz auch einen Wohnheimplatz erhielt.
Bongiwe beschreibt ihr erstes Studienjahr als eines der härtesten. Sie erkrankte und erhielt die Diagnose „Schwere Depression“, weshalb sie das gesamte Jahr über immer wieder für mehrere Wochen im Krankenhaus stationär behandelt und medikamentös eingestellt werden musste. Durch die wiederholten Klinikaufenthalte verpasste sie einen erheblichen Teil des Lehrstoffs. Trotz großer Anstrengungen gelang es ihr nicht, alle Inhalte vollständig nachzuarbeiten, sodass sie 2024 mehrere Kurse nicht bestehen konnte. Diese Situation belastete sie sehr, da sie in der Schule stets zu den leistungsstärksten Schülerinnen gehört hatte. Im Jahr 2025 absolvierte Bongiwe – zusätzlich zu insgesamt zwei Monaten stationärer Behandlung – eine sechswöchige teilstationäre Therapie sowie im Anschluss eine ambulante Therapie. Ziel war es, psychische Stabilität zu gewinnen und eine verlässliche Alltagsstruktur aufzubauen, um auch schwierige Phasen besser bewältigen zu können. Im selben Jahr wurde ihre medikamentöse Behandlung erneut angepasst. Rückblickend beschreibt sie diese Schritte – die Therapien und die neue Medikation – als entscheidend dafür, dass sie gegen Ende des Jahres wieder Lebensmut und Energie zurückgewinnen konnte. Im Dezember 2025 zeigte sie neuen Tatendrang und blickte optimistisch auf das Jahr 2026, in dem sie psychisch stabiler und erfolgreicher sein möchte. Sie hat sich an der UNISA (Universität von Südafrika) für einen anderen Studiengang beworben und hofft auf eine Zusage. Sie empfindet diesen Neustart als notwendig, um ihre neu gewonnene Energie sinnvoll und effektiv nutzen zu können.
Bongiwe entschuldigt sich erneut bei allen Unterstützer*innen des Vereins Bildung meets Südafrika e.V. dafür, dass sie bisher nicht die erhofften Studienleistungen erbringen konnte. Es sei ihr sehr unangenehm, und am meisten sei sie von sich selbst enttäuscht. Gleichzeitig betont sie entschlossen, dass ihre Erkrankung ihre berufliche Zukunft nicht bestimmen oder begrenzen soll.